Statement vom 03.08.2020

Kai Gehring zur BAföG-Statistik 2019

Zur heute veröffentlichten BAföG-Statistik 2019 und dem Rückgang der Geförderten um 6,4 Prozent erklärt Kai Gehring, Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule:

„Das BAföG als Chancengerechtigkeitsgesetz Nr. 1 darf nicht weiter abstürzen. Es ist so kaputtgespart, dass nur eine Minderheit der Studierenden Ausbildungsförderung erhält, weil die Elternfreibeträge zu niedrig sind. Trotz des letzten Reförmchens von Ministerin Karliczek sinkt die Zahl der Geförderten noch weiter. Das ist eine Bankrotterklärung der Bildungsministerin. Die Leidtragenden sind vor allem junge Menschen aus Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen.

Die Folgen der Corona-Pandemie verschärfen auch bei der Ausbildungsförderung bestehende Missstände, die jetzt endlich angegangen werden müssen. Statt dem völlig unzureichenden Rettungsschirm für aktuell in Not geratene Studierende braucht es eine grundlegende BAföG-Reform mit höheren Fördersätzen und Freibeträgen sowie weniger Bürokratie. Wir wollen das BAföG zu einem Zwei-Säulen-Modell ausbauen, das aus einer elternunabhängigen und einer bedarfsabhängigen Säule besteht.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Kai Gehring
Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule