Statement vom 26.07.2020

Kai Gehring zur Impfstoff-Entwicklung

Zur Prognose der Bundesforschungsministerin, wonach frühestens Mitte 2021 ein Impfstoff gegen Covid-19 zur Verfügung steht, erklärt Kai Gehring, Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule:

„Forschungsministerin Karlizcek korrigiert sich bei ihren Prognosen zur Impfstoff-Entwicklung gegen Covid-19 einmal mehr selbst: Vor Wochen hielt sie einen Impfstoff gegen das Coronavirus in diesem Jahr für möglich, nun verkündet sie  ,frühestens Mitte nächsten Jahres'.

Die Ministerin hat entweder neue Erkenntnisse, die sie der Öffentlichkeit vorenthält, oder sie spielt leichtfertig mit den Hoffnungen der Bevölkerung, sich gegen COVID-19 wirksam zu schützen, oder sie plaudert daher. Nichts davon wäre eine verantwortungsvolle Forschungspolitik. In Pandemiezeiten braucht es keine halbgaren Heilsversprechen, sondern verlässliche und fundierte Botschaften.

Ihre Aussagen sind bemerkenswert, denn bislang ist - trotz aller Anstrengungen - leider noch kein Impfstoff in Sicht, es ist nach wie vor unklar, wem es wie, wo und wann gelingt, diesen zu entwickeln, wie er allen zur Verfügung gestellt und Produktion und Verteilung global organisiert wird.“

Kai Gehring
Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule