Statement vom 17.07.2020

Katharina Dröge zu Bolsonaros Ankündigung, die Brandrodungen im Amazonasregenwald kurzzeitig zu stoppen

Zu Bolsonaros Ankündigung, die Brandrodungen im Amazonasregenwald kurzzeitig zu stoppen, erklärt Katharina Dröge, Sprecherin für Wirtschaftspolitik:

„Dass Brasiliens Präsident Bolsonaro jetzt einen kurzzeitigen Stopp der Brandrodungen im Amazonasregenwald verkündet hat, ist die Folge eines steigenden internationalen und auch wirtschaftlichen Drucks. Das wird nicht ausreichen, um die Lunge der Erde dauerhaft und wirksam zu schützen. Die Bundesregierung handelt vollkommen verantwortungslos, indem sie am Mercosur-Handelsabkommen festhält, während viele europäische Staaten sich bereits für mehr Umweltschutz stark machen. Für uns ist klar: Mercosur kann nicht abgeschlossen werden, solange illegale Rodungen nicht dauerhaft ausgeschlossen sind. Zudem braucht das Abkommen ein verbindliches und sanktionsbewehrtes Nachhaltigkeitskapitel, um nicht als zusätzlicher Brandbeschleuniger zu wirken. Die Bundesregierung sollte sich unverzüglich auf EU-Ebene für einen Importstopp von Agrarprodukten einsetzen, die im Zusammenhang mit der Zerstörung von Waldflächen stehen."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Foto von Katharina Dröge MdB
Katharina Dröge
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Wirtschaftspolitik