Statement vom 15.09.2020

Katharina Dröge zu den Anzeichen für weitere Erholung der Wirtschaft

Zu den Konjunkturdaten des Statistischen Bundesamtes, wonach sich die deutsche Wirtschaft im Juli und August wieder etwas erholen konnte, erklärt Katharina Dröge, Sprecherin für Wirtschaftspolitik:

„Es ist gut, dass die Wirtschaft sich nach dem Corona-Einbruch langsam erholt. Damit die Erholung anhalten kann, brauchen viele Unternehmen weiterhin Unterstützung. Solo-Selbstständige lässt die Bundesregierung seit Beginn der Krise im Regen stehen. Die Soforthilfen für Selbstständige müssen neben den Betriebskosten auch endlich die Lebensunterhaltungskosten decken.

Die Mehrwertsteuersenkung der Bundesregierung hat keine erkennbare Wirkung gezeigt. Die Innenstädte sind weiter in der Krise und im Einzelhandel droht eine Pleitewelle. Es braucht kreative Lösungen, um der Gastronomie und Veranstaltungsbranche einen Betrieb zu ermöglichen und eine Perspektive zu bieten, wenn im Herbst die Temperaturen sinken und sich viele Aktivitäten des gesellschaftlichen Lebens auf geschlossene Räume verlagern.

Unsere Sorge ist groß, dass der kurzfristige Konjunkturausblick die Bundesregierung dazu verleitet, die langfristige Perspektive aus dem Blick zu verlieren. Sich zurückzulehnen wäre ein fataler Schluss. Wichtig ist, dass bei der Bewältigung der Corona-Krise nicht die existenzielle Klimakrise aus dem Blick gerät. Investitionen, die im Rahmen der Corona-Krise getätigt werden, müssen dem Ziel der Klimaneutralität dienen.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Foto von Katharina Dröge MdB
Katharina Dröge
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Wirtschaftspolitik