Statement vom 11.10.2018

Katja Dörner zu den Lehrer-Meldeplattformen der AfD

Zu den Lehrer-Meldeplattformen der AfD erklärt Katja Dörner, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

"Gesinnungsschnüffelei und der Aufruf zum Denunziantentum gehören in keine Schule. Der Online-Pranger der AfD erinnert an die dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte. Wer Kinder und Jugendliche derart schamlos für seine revisionistischen Ziele missbraucht, zeigt wes Geistes Kind er ist. Lehrerinnen und Lehrer dürfen derartigen Methoden nicht ausgesetzt werden.

Der Vorstoß ist nicht nur geschmacklos, sondern zeigt aufs Neue, in wessen Tradition die AfD steht. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung haben Teile der Partei längst verlassen. Dieser freiheitlich-demokratischen Grundordnung sind in Deutschland aber aus gutem Grund alle Lehrerinnen und Lehrer verpflichtet. Es ist eine Kernaufgabe von Schulen, Kinder und Jugendliche zu kritischen und mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen. Genau das will die AfD verhindern, indem sie Misstrauen und Hass sät. Auf Verletzungen des Neutralitätsgebots zu reagieren, ist Aufgabe der zuständigen Behörden, nicht einer politischen Partei. Eine kritische Auseinandersetzung im Unterricht mit Ausgrenzung, Minderheitenhetze und totalitären Tendenzen ist jedoch keine Verletzung des Neutralitätsgebots, sondern im Gegenteil Kernaufgabe politischer Bildung in der Demokratie. Sie ist heute besonders wichtig. Mit ihrem unerträglichen Vorstoß für Online-Pranger hat die AfD das gerade selbst auf erschreckende Weise bestätigt.“

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

 

Katja Dörner
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik