Statement vom 16.06.2020

Katja Dörner zu Prävention und Strafrechtsverschärfung bei Kindesmissbrauch

Zu den Aussagen des Kinderschutzbundes zu Prävention und Strafrechtsverschärfung bei Kindesmissbrauch erklärt Katja Dörner, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

„Kinder müssen vor Missbrauch und sexueller Gewalt geschützt werden. Egal ob in der Familie, in Kita, Schule, Sportverein, im Internet oder anderswo. Niemand darf sich hier der Verantwortung entziehen. Die Regierungskoalition muss den Schutz von Kindern endlich ernst nehmen und effektiv verhindern, dass Kinder zu Opfern werden. Dafür brauchen wir in allererster Linie eine bessere und gestärke Prävention. Die Ausstattung der Jugendämter ist hier ein entscheidender Hebel.

Schwarz-Rot darf sich nicht länger gegen die von uns geforderte Fortbildungspflicht für Familienrichter stellen. Wir brauchen zudem eine Sensibilisierung bei Lehrern, Erziehern und allen Beschäftigen in der Kinder- und Jugendhilfe. Wir brauchen aber auch mehr Ressourcen und bessere Ermittlungsmethoden bei der Strafverfolgung.

Die Union muss ihren Widerstand gegen die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz aufgeben. Kinder müssen konsequent angehört und beteiligt würden. Der Kinderschutz und das Kindeswohl müssen auf allen staatlichen Ebenen und bei allen Entscheidungen in den Mittelpunkt."

Katja Dörner
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik