Statement vom 17.02.2020

Katja Dörner zur Elterngeldreform (Entwurf Bundesfamilienministerium)

Zum Entwurf des Bundesfamilienministeriums für eine Elterngeldreform erklärt Katja Dörner, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

„Auch wenn die angekündigte Verlängerung des Elterngeldes um einen Monat für Eltern von Frühgeborenen zu begrüßen ist: Das Vorhaben der Ministerin ist mutlos.

Es bleibt weit hinter den wirklichen Zeitbedürfnissen junger Eltern zurück, die Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen. Eltern brauchen mehr Zeit für die Familie. Die meisten wünschen sich eine bessere partnerschaftliche Aufteilung bei der Kindererziehung. Darum schlagen wir unser grünes Modell der „KinderZeit Plus“ vor. Das Elterngeld sollte 24 Monate gezahlt werden. Acht Monate für den Vater, acht Monate für die Mutter und acht Monate zur flexiblen Aufteilung. Im ersten Lebensjahr des Kindes können beide Eltern – nacheinander oder gleichzeitig – vollständig aus dem Beruf aussteigen. Ab dem 14. Monat würde eine Reduzierung der Arbeitszeit finanziell abgefedert. Alleinerziehende haben einen Anspruch auf die vollen 24 Monate.

Auch armen Familien hilft die Reform nicht. Die Anrechnung des Elterngeldes auf ALG-II-Bezüge bleibt bestehen. Familien, die eine finanzielle Unterstützung am nötigsten brauchen, gehen weiterhin leer aus. Die Ministerin muss diese eklatante Gerechtigkeitslücke endlich schließen."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Katja Dörner
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik