Statement vom 25.03.2020

Katja Dörner zur möglichen Zunahme von Fällen des sexuellen Kindesmissbrauchs

Anlässlich der Warnung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vor einer Zunahme von Fällen erklärt Katja Dörner, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Familien- und Kinderpolitik:

"Die Gefahr erhöhter häuslicher und sexualisierter Gewalt während der krisenbedingten Schutzmaßnahmen und Ausgangsbeschränkungen ist sehr real. Viele Kinder und Jugendliche brauchen gerade in dieser Krisensituation besonderen Schutz und Unterstützung. Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe müssen weiterhin verlässlich ansprechbar sind. Der Kontakt zu den betreuten Kindern und Familien sollte zumindest per Telefon gesichert sein. Beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung muss es auch weiterhin Hausbesuche geben. Um Konflikten in Familien zu begegnen, sollten Stellen der sozialpädagogischen Familienberatung  personell aufgestockt werden. Krisentelefone und Online-Beratung für Kinder und Jugendliche müssen ausgebaut und dort beworben werden, wo gerade sie es auch mitbekommen: auf Youtube, Instagram und Co. Stationäre Einrichtungen einschließlich der Not- und Krisendienste sowie der Mutter-Kind-Einrichtung dürfen grundsätzlich nicht geschlossen werden. Kinderschutz muss gerade in der Krise sichergestellt werden. Der Bund muss Länder und Kommunen dabei schnell und unbürokratisch unterstützen."

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Foto von Katja Dörner MdB
Katja Dörner
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik