Statement vom 16.02.2021

Katrin Göring-Eckardt und Beate Müller-Gemmeke zu den Ergebnissen der Hans-Böckler-Stiftung zum Homeoffice

Zu den Ergebnissen der Beschäftigtenbefragung durch die Hans-Böckler-Stiftung zu Homeoffice während des Corona-Lockdowns, erklären Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende und Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik:

Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:
Dass inmitten der Pandemie jetzt wieder mehr Menschen von zuhause arbeiten und mehr Arbeitgeber das auch ermöglichen zeigt, wie überfällig eine rechtliche Regelung war. Dem Virus ist es egal, ob es im Privaten oder am Arbeitsplatz von einem Infizierten auf den nächsten springt. Deswegen dürfen wir die Arbeitswelt nicht ausklammern, wenn wir den Kampf gegen ein hochansteckendes Virus gewinnen wollen. Arbeitsminister Heil muss die Verordnung jetzt verlängern, damit nicht schon im März wieder aller Fortschritt aufs Spiel gesetzt wird.

Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik:
Politik kann etwas bewirken – und zwar gesamtgesellschaftlich. Wenn die Politik Verantwortung übernimmt und gut begründete Vorgaben macht, dann geht die Mehrzahl der Unternehmen mit. Die wieder steigenden Zahlen von Beschäftigten im Homeoffice sprechen da eine klare Sprache. Daher ist es jetzt geboten, die Corona-Arbeitsschutzverordnung über den 15. März hinaus zu verlängern. Arbeitsminister Heil muss hier schnellstens tätig werden. Denn nur so fängt er auch die Unternehmen ein, die ihren Beschäftigten immer noch kein Homeoffice ermöglichen und darauf warten, dass die befristete Verordnung ausläuft. Deshalb muss die Verpflichtung in die Verlängerung gehen, auch um so den Infektionsschutz am Arbeitsplatz weiterhin zu stärken.

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Foto von Beate Müller-Gemmeke MdB
Beate Müller-Gemmeke
Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik Koordinatorin Gewerkschafts- und Sozialbeirat