Statement vom 06.11.2020

Katrin Göring-Eckardt zu einem Pandemierat

Zur Ankündigung der Ärztekammer, wonach Ärztinnen und Ärzte Erfahrungen in einem bundesweiten Pandemierat austauschen wollen, erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

„Dass der Vorschlag eines Pandemierats von der Ärzteschaft aufgegriffen wird, freut mich sehr. Sicher ist ein Austausch unter Medizinerinnen und Medizinern in Pandemiezeiten hilfreich. Seine volle Wirkung entfaltet ein Pandemierat aber erst, wenn er mit Expertinnen und Experten aus vielen verschiedenen Disziplinen besetzt wird. Die Auswirkungen der Pandemiebekämpfung bleiben nicht nur auf die Medizin beschränkt, alle Bereiche des wirtschaftlichen, sozialen, öffentlichen Lebens sind betroffen. Was wir in dieser Phase der Pandemie am dringendsten brauchen, ist interdisziplinärer Austausch und Beratung in einem unabhängigen Pandemierat, der medizinische, wie unter anderem auch sozialwissenschaftliche, juristische, gesundheitswissenschaftliche und ökonomische Perspektiven berücksichtigt. Es ist gut, dass die Ärzteschaft vorangeht, aber der ärztliche Blick allein reicht nicht mehr aus. Ich fordere von der Bundesregierung, selbst einen interdisziplinären Pandemierat zur Beratung von Regierung und Parlament einzurichten.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher