Statement vom 27.11.2019

Katrin Göring-Eckardt zu OECD-Zahlen und Rentenlücke zwischen Männern und Frauen

Zu den aktuellen OECD-Zahlen und der Rentenlücke zwischen Männern und Frauen erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

Dass Deutschland seit Jahren bei der Frage gerechter Renten hinterherhinkt, ist beschämend für dieses Land. Wenn Frauen ganz generell weniger Einkommen im Alter haben als Männer, dann ist das ein grundlegendes Problem für die Gleichheit und Selbstbestimmung. Beheben können wir das nur, wenn wir das Problem an der Wurzel packen. Wir müssen ungleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt, fehlende Rahmenbedingungen oder Rollenbilder, die gleichen Löhnen und Gehältern im Weg stehen, endlich beseitigen.

Union und SPD dürfen diese Ungerechtigkeit aber auch nicht weiter betonieren. Deswegen braucht es bei der Grundrente dringend eine Überarbeitung. Dort legt die Bundesregierung die Zugangsschwellen so hoch, dass diese für viele Frauen, die weniger arbeiten konnten, nicht erreichbar sind. Wenn die Bundesregierung nicht verantworten will, dass Frauen erneut bei der Rente einseitig benachteiligt werden und durchs Raster fallen, dann muss sie die nötige Zahl der Beitragsjahren jetzt von 35 auf 30 absenken.

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher