Statement vom 27.06.2018

Katrin Göring-Eckardt zum Baukindergeld und Familienentlastungspaket

Zur Einigung der Bundesregierung beim Baukindergeld sowie zum heutigen Kabinettsbeschluss zum Familienentlastungspaket erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

"Die Große Koalition setzt weiter auf eine Besser-Verdiener-Familienpolitik. Arme Kinder und Familien lässt sie im Regen stehen. Das Baukindergeld ist nicht viel mehr als eine unsinnige und teure Subvention. Einer Familie, die kaum die Miete aufbringen kann, wird auch ein Baukindergeld nichts nützen. Und auch das sogenannte Familienentlastungspaket hilft armen Familien gar nicht. Jeder Euro mehr Kindergeld wird bei Familien im ALG-II-Bezug und bei Alleinerziehenden, die Unterhaltsvorschuss erhalten, direkt wieder abgezogen. Es ist eine Schande, dass in Deutschland trotz bester Wirtschaftslage jedes fünfte Kind in Armut aufwächst – und daran wird sich auch mit dem Familienentlastungsgesetz nichts ändern. Statt weiterhin das Geld großzügig mit der Gießkanne zu verteilen, müssen Kinder gezielt aus der Armut geholt werden. Dafür braucht es dringend die angekündigte Reform des Kinderzuschlags und Ausweitungen der Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher