Statement vom 08.12.2020

Katrin Göring-Eckardt zur Bertelsmann-Studie über drohende Einkommensverluste bei den "Corona-Held*innen"

Zur Prognose der Bertelsmann Stiftung über die Lohneinkommensentwicklung bis 2025, nach der insbesondere den „Corona-Held*innen“, also Arbeitskräften aus dem Bereich Pflege und Einzelhandel, in den nächsten Jahren Einkommensverluste drohen, erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

„Die politische Reaktion auf diese Krise muss mehr sein als Unternehmenshilfen und Impfkonzepte. Die Solidarität und der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sind keine unendlichen Ressourcen. Deswegen muss die Bundesregierung mehr für eine bessere Finanzierung unseres Gesundheitssystems, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder bessere Gehälter für Supermarktbeschäfigte tun, zumal wenn dort die Gewinne historische Höhen erreichen.

Dass Löhne in systemrelevanten Bereichen steigen müssen, war ein zentrales Versprechen quer durch die ganze Bundesregierung. SPD und Union unterschätzen den Vertrauensverlust, der entsteht, wenn auf Worte kaum Taten folgen. Vor allem von der SPD in der Bundesregierung kann man erwarten, dass sie sich für mehr Lohngerechtigkeit einsetzt, anstatt sich das für den Wahlkampf aufzuheben.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher