Statement vom 02.06.2020

Katrin Göring-Eckardt zur Debatte um eine gesetzliche Frauenquote

Zur Debatte um eine gesetzliche Frauenquote erklärt die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt:

„Nachdem Ministerin Giffey wochenlang nichts zur Lage der Frauen in der Krise gesagt hat, macht die SPD-Justizministerin Lambrecht nun Druck bei der Quote. Gut so. Jetzt wird sich zeigen, welchen Einfluss die SPD noch hat. Es ist doch völlig klar, die Konjunkturpolitik der Bundesregierung muss auch Gleichstellungspolitik sein. Ich kann Union und SPD vor kontraproduktivem Streit in dieser Frage nur warnen, das hilft den Frauen nicht. Die Corona-Krise trifft sie besonders hart und bedroht die Fortschritte bei der Gleichberechtigung. Es darf nicht sein, dass Frauen, die sich jetzt zu Hause um die Kinder kümmern, deswegen bei der nächsten Beförderung übergangen werden. Deshalb sollen staatliche Hilfen für Unternehmen an die Förderung von mehr Geschlechtergerechtigkeit, zum Beispiel Quoten, gekoppelt werden. Die beschlossenen Maßnahmen müssen mit einem Geschlechtergerechtigkeits-Check einer regelmäßigen Kontrolle unterzogen werden."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher