Statement vom 12.05.2020

Katrin Göring-Eckardt zur Diskussion über ein Corona-Warnsystem

Zur Diskussion über ein Corona-Warnsystem erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

„Es ist gut, dass nun Berlin einen Vorschlag auf den Tisch legt. Bei immer mehr Verantwortlichen stellt sich die Erkenntnis ein, dass wir mit der alleinigen Fokussierung auf 50 Neuinfektionen nicht weiterkommen. Spätestens jetzt zeigt sich, dass der Schwellenwert, auf den sich Bund und Länder zuletzt festgelegt haben, kaum mehr war als ein unterkomplexer Minimalkonsens. Sich auf einen einzigen Wert festzulegen, mag zwar einfach kommunizierbar sein, suggeriert aber einen Schutz, der so gar nicht besteht. Damit Landkreise und Kommunen das nach wie vor hoch gefährliche Virus gezielter bekämpfen können, brauchen wir Modelle mit mehreren Warnstufen, bei denen dann auch mehr und abhängig von der Gefahrenlage getestet wird, wie unser Modell mit fünf Corona-Warnstufen. Besonders in Hotspot-Regionen sollte möglichst breit vorsorglich getestet werden, ohne darauf zu warten, dass die Erkrankten Symptome zeigen. Wir fordern Gesundheitsminister Spahn auf, zusammen mit den Länderspitzen und dem Robert Koch-Institut schnellstmöglich ein verbindliches Warnstufen-Konzept für bundesweite Corona-Tests in Kraft zu setzen.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher