Statement vom 23.06.2020

Katrin Göring-Eckardt zur Veröffentlichung des nationalen Bildungsberichts „Bildung in Deutschland 2020“

Zur Veröffentlichung des nationalen Bildungsberichts „Bildung in Deutschland 2020“ erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

„Die Krise der letzten Monate hat deutlich gezeigt, wo die Schwächen in unserem Bildungssystem liegen. Wir haben einen immensen Nachholbedarf bei der Bildungsgerechtigkeit. Es besorgt mich, wenn die Zahl junger Menschen ohne Abschluss wieder steigt. Mit einer kräftigen Investitionsoffensive wollen wir unsere Schulen dauerhaft gerecht und damit krisenfest aufstellen und fangen mit 2,5 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren bei Schulen in benachteiligten Stadtteilen an. Weiter gehören ein Aufholprogramm für Schulen in benachteiligten Stadtteilen, flächendeckende inklusive Ganztagsschulen und weitere Investitionen in die Schulsanierung dazu. Guter Unterricht muss unabhängig von der Postleitzahl möglich werden und die Einhaltung von Hygieneregeln darf nicht an kaputten Fenstern oder fehlenden Waschbecken scheitern.

Zudem zeigt der Bildungsbericht: Unser Bildungssystem braucht dringend ein digitales Update. Das betrifft alle Bereiche von der Schule bis zur beruflichen Weiterbildung. Viele Lehrkräfte an den Schulen sind in den letzten Wochen mutig und kreativ neue Wege beim digitalen Lernen gegangen, andere waren noch nicht einmal per Email zu erreichen. Die Bildung unserer Kinder muss schnellstmöglich im digitalen Zeitalter ankommen. Dafür müssen jetzt eine Milliarde Euro aus dem Digitalpakt unbürokratisch an die Schulen fließen, damit bis zum Beginn des Schuljahres jede Schule über WLAN und digitale Lernsysteme verfügt. Bei Bedarf muss zudem jedes Kind Laptop oder Tablet in der Schule ausleihen können. Sowohl die Strukturen als auch die Lerninhalte müssen mit der Dynamik der Digitalisierung mithalten können.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher