Statement vom 25.03.2019

Kerstin Andreae zur hkp-Group-Studie zu Rekordniveaus bei der Vergütung von DAX-Vorstandschefs

Zur hkp-Group-Studie zu Rekordniveaus bei der Vergütung von DAX-Vorstandschefs erklärt Kerstin Andreae, Sprecherin für Wirtschaftspolitik:

„In der Vergütungspolitik muss ein Umdenken stattfinden. Neue Rekorde bei den Gehältern von Spitzenmanagern gründen noch viel zu sehr auf kurzfristigem Handeln. Da sie als Betriebsausgabe abgezogen werden, belasten sie zudem die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Spitzenmanager müssen stärker in der Pflicht stehen, sich am langfristigen Unternehmenserfolg und an auch ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit zu orientieren.

Wir fordern, dass einer Beteiligung des Spitzenpersonals an den Erfolgen auch eine Beteiligung an den Verlusten gegenüberstehen muss. Zudem soll der Mitfinanzierung überhöhter Gehälter, Abfindungen und Versorgungszusagen durch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler Einhalt geboten werden, etwa durch eine Begrenzung des Betriebsausgabenabzugs von Gehältern auf 500.000 Euro pro Kopf und Jahr und von Abfindungen auf 1 Million Euro pro Kopf. Darüber hinaus wollen wir Nachhaltigkeit als Unternehmensziel festschreiben. Eine positive Unternehmensentwicklung muss mit Nachhaltigkeit im sozialen und ökologischen Bereich verknüpft werden. Erste Unternehmen gehen voran und knüpfen etwa die Auszahlung von Boni an die Einhaltung von CO2-Emissionsgrenzen. Die übrigen müssen folgen. Nur mit verbindlichen Regeln schaffen wir Fairness, stoppen die Mitfinanzierung durch Steuerzahlende und fördern eine sinnvolle Verknüpfung von nachhaltigem Unternehmenserfolg und Vergütung.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher