Statement vom 21.03.2019

Konstantin von Notz zu Facebook / unverschlüsselte Speicherung von Passwörtern

Zu Berichten, wonach Facebook Nutzer-Passwörter intern im Klartext speicherte, erklärt Konstantin von Notz, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender:

„Die jüngsten Meldungen fügen sich nahtlos in das Bild eines Konzerns ein, der seit Jahren die eigenen Profitinteressen vor den notwendigen Schutz seiner Nutzerinnen und Nutzer stellt. Dass ein milliardenschweres Unternehmen wie Facebook Hunderte Millionen Passwörter unverschlüsselt speichert und Zehntausenden Mitarbeitern den Zugriff gewährt, macht schlicht fassungslos. Es zeigt, dass der Konzern trotz aller vollmundigen Versprechen noch immer nicht begriffen hat, welche Bedeutung dem Datenschutz und der IT-Sicherheit im digitalen Zeitalter zukommt. Dies ist auch das Resultat einer Politik der Bundesregierung, die es über Jahre verpasst hat, Techgiganten wie Facebook klare Grenzen zu setzen. Leidtragende dieser unverantwortlichen Politik sind Millionen von Menschen, die vom jüngsten Datenskandal betroffen sind. Die zuständigen Aufsichtsbehörden müssen dem Fall nun in aller Entschlossenheit nachgehen. Hierbei müssen auch Strafen und andere Sanktionsmechanismen intensiv geprüft werden. Eine andere Sprache scheint Facebook nicht zu verstehen.“

 

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher