Statement vom 02.08.2019

Konstantin von Notz zur Ankündigung Apples, Siri-Aufnahmen nicht mehr durch Mitarbeiter auswerten zu lassen

Zur Ankündigung Apples, Siri-Aufnahmen nicht mehr durch Mitarbeiter auswerten zu lassen, erklärt Konstantin von Notz, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender:

„Dass mehrere Unternehmen nun, nach einem erheblichen öffentlichen Druck und entsprechenden Verfahren durch die Datenschutzaufsichtsbehörden, angekündigt haben, zunächst auf die intransparente und aus unserer Sicht rechtswidrige Auswertung von Sprachaufnahmen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den nächsten Monaten zu verzichten, ist zu begrüßen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Fragen damit nicht vom Tisch sind und sich spätestens in drei Monaten erneut stellen werden. Dass die Bundesregierung bis heute darauf verweist, dass diejenigen, die sich Sprachassistenten in die eigene Wohnung stellen, selbst Schuld seien, ist grotesk und ein echter politischer Offenbarungseid. Wir fordern die Bundesregierung noch einmal mit Nachdruck auf, gegenüber den Unternehmen unmissverständlich klarzustellen, dass man es nicht tolerieren wird, wenn Menschen im Kernbereich der privaten Lebensführung derart ausgeforscht werden, um die eigenen Systeme zu verbessern. Die Bundesregierung muss die Aufsichtsbehörden dabei unterstützen, den Unternehmen klare Grenzen aufzuzeigen und den Grundrechtsschutz der Menschen sicherzustellen." 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher