Statement vom 14.09.2021

Konstantin von Notz zur Eröffnung der neuen Räumlichkeiten des Zentralarchivs zur Geschichte der Juden in Heidelberg

Zur heutigen Eröffnung der neuen Räumlichkeiten des Zentralarchivs zur Geschichte der Juden in Heidelberg erklärt Konstantin von Notz, Beauftragter für Religion und Weltanschauungen:

„Wir freuen uns über die heutige Eröffnung der neuen Räume des Zentralarchivs zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland. Das Archiv als Gesamtarchiv der deutschen Juden ist von unschätzbarem Wert. Die Erschließung und Aufbewahrung von historisch wertvollem Schriftgut jüdischer Gemeinden, Verbände, Organisationen und Personen der Bundesrepublik Deutschland aus der Zeit nach 1945 ist von überragender Bedeutung. Aus den Beständen lässt sich der Aufbau und die ganze Vielfalt jüdischen Lebens nachvollziehen.

Das bereits 1987 gegründete Archiv knüpft hierbei bewusst an die Tradition der von 1905 bis 1938 in Berlin bestehenden Einrichtung an. Die jetzige Neuaufstellung ermöglicht es, die Bestände, die das Leben jüdischer Gemeinden in Deutschland in seiner ganzen Bandbreite abbilden und sichtbar machen, besser und langfristig unterzubringen. Das vom Zentralrat der Juden in Deutschland betriebene Archiv kann für wissenschaftliche Zwecke ebenso genutzt werden wie für private Familienforschung. Geplant ist, die Bestände in den nächsten Jahren zu digitalisieren und zu erweitern. Die wichtige Arbeit des Archivs verdient jede Unterstützung."