Statement vom 07.01.2021

Kordula Schulz-Asche, Dr. Franziska Brantner zur Initiative von 13 EU-Staaten, die östlichen Nachbarländer beim Zugang zu Impfstoff unterstützen

Zur Initiative von 13 EU-Staaten, die östlichen Nachbarländer beim Zugang zu Impfstoff unterstützen, erklären Kordula Schulz-Asche, Berichterstatterin für Infektionsschutz, und Dr. Franziska Brantner, Sprecherin für Europapolitik:

„Corona macht an keinen Grenzen halt. Wir müssen auch die östlichen Nachbarländer der EU beim Zugang zu Impfstoff unterstützen. Wir fordern die Bundesregierung daher auf, sich der Initiative von 13 EU-Staaten anzuschließen, bei der Impfstoffversorgung ähnlich wie die Länder auf dem Balkan auch die östlichen Nachbarländer Europas zu unterstützen. Dies wäre nicht nur ein Akt der Solidarität und würde die Verbreitung des Virus weiter erschweren. Es wäre auch das Signal als Lehre aus Covid 19, dass Gesundheitspolitik auch eine globale Herausforderung ist. Die Corona-Krise zeigt, dass die Welt auf eine solche Pandemie nicht vorbereitet war. Wir wollen Deutschland in Europa zum Vorreiter einer globalen Gesundheitsstrategie machen, die zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO, der Welthandelsorganisation WTO und anderen internationalen Organisationen die Gefahr von Pandemien weltweit wirksam eindämmt und auch in ruhigen Zeiten den Zugang zu Arzneimitteln und Medizinprodukten sicherstellt. Wir fordern schon seit längerem, die Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten wie Antibiotika oder Impfstoffen durch die Produktion in Europa sicherzustellen. Lieferengpässe darf es in Zukunft nicht geben – nirgendwo.