Statement vom 04.05.2021

Kordula Schulz-Asche und Charlotte Schneidewind-Hartnagel zur DIA-Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge

Zur DIA-Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge erklären Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Alten- und Pflegepolitik, und Charlotte Schneidewind-Hartnagel, Sprecherin für Zeitpolitik:


Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Alten- und Pflegepolitik:

„Für eine gute Pflegeversorgung müssen wir als Gesellschaft enger zusammenrücken. Mit der PflegeZeit Plus wollen wir auch die pflegerische Infrastruktur ausbauen, um pflegenden Angehörigen stärker unter die Arme zu greifen. Gerade Angebote der Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege können pflegende Angehörige einerseits entlasten und ihnen andererseits ermöglichen, erwerbstätig zu sein oder zu bleiben. Wir müssen die Leistungen der Pflegeversicherung flexibler gestalten, damit Menschen die Pflege bekommen, die sie brauchen, denn nur so können wir die demografische Herausforderung gemeinsam bestehen.“

 

Charlotte Schneidewind-Hartnagel, Sprecherin für Zeitpolitik:

„Wir machen uns für pflegende Angehörige stark, weil sie eine starke Säule der Versorgung von pflegebedürftigen Menschen sind. Die Leistungen dieser Menschen werden bislang als Gesellschaft viel zu wenig anerkannt. Deshalb wollen wir pflegende Angehörige darin unterstützen, Menschen in Familie, Freundeskreis oder Nachbarschaft zu helfen, ohne dass sie dabei Gefahr laufen, in die Armutsfalle zu geraten.

Uns geht es darum, alle gesellschaftlichen Kräfte zu mobilisieren, die wir brauchen, um die demografische Herausforderung zu meistern, vor der wir miteinander stehen. Deshalb setzen wir darauf, Netzwerke vor Ort auf- und auszubauen und mit sogenannten Partnermonaten eine faire Verteilung der Sorgearbeit in der Angehörigenpflege zu erreichen.“