Statement vom 14.05.2020

Kordula Schulz-Asche zur Einführung eines Immunitätsausweises

Zur Bekräftigung des Gesundheitsministers, an der Einführung eines Immunitätsausweise festzuhalten, erklärt Kordula Schulz-Asche, Berichterstatterin für Infektionsschutz:

„Der Gesundheitsminister wäre gut beraten, sich beim Thema Immunitätsausweis zurückzuhalten. Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist nach wie vor groß - nicht zuletzt hat diese Debatte dazu beigetragen, dass Verschwörungstheorien sich in Windeseile verbreiten konnten.

Hier wird eine Pseudodebatte geführt, solange die Rahmenbedingungen überhaupt nicht gegeben sind. Derzeit gibt es weder umfassende Studien zu einer Immunität bei COVID-19 noch gibt es taugliche Antikörpertests.

Bevor wir diese Fragen nicht klären und der Ethikrat noch keine Stellung zu etwaigen gesellschaftlichen Auswirkungen eines solchen Nachweises bezogen hat, erwarte ich von Jens Spahn, dass er sein Engagement lieber in den Kampf gegen die Geister der Infodemie und Falschinformation steckt, die er durch seine voreiligen Pläne zum Immunitätsausweis aus der Flasche gelassen hat."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher