Statement vom 20.09.2021

Kordula Schulz-Asche zur Forderung eines Bündnisses aus Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und Wissenschaftler*innen nach einem Pflegegipfel

Zur Forderung eines Bündnisses aus Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und Wissenschaftler*innen nach einem Pflegegipfel nach der Bundestagswahl erklärt Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik:

„Die Bundesregierung hat in den letzten Monaten versucht, ihre Versäumnisse der letzten Jahre auszugleichen. Das hektische Handeln ist den Herausforderungen, vor denen wir in der Pflegepolitik stehen, allerdings nicht gerecht geworden. Es reicht nicht, die Geschwindigkeit zu erhöhen, ohne die Richtung zu verändern.

Die Bundestagswahl ist eine Richtungswahl. Die Menschen, die Pflege brauchen oder erbringen, wollen einen echten Aufbruch und kein Weiter-so. Wir haben einen umfassenden Reformvorschlag vorgelegt. Die Menschen brauchen vor Ort mehr Unterstützung durch eine pflegerische Infrastruktur und hochqualifiziertes Pflegefachpersonal wie Community Health Nursing. Das ist in anderen Ländern schon längst gang und gäbe. Deutschland darf kein Pflege-Entwicklungsland sein. Die nächste Bundesregierung muss die Probleme in der Pflege endlich anpacken, damit der Pflegenotstand nicht weiter zur Pflegekatastrophe wird. Dazu wollen wir alle Kräfte der Gesellschaft bündeln. Wir müssen mehr tun, um Menschen für die Arbeit in der Pflege zu gewinnen, aber auch Arbeitsbedingungen sicherstellen, das ganze Berufsleben in der Pflege tätig sein zu können. Unser Ziel ist es, dass alle Menschen die Unterstützung und Pflege bekommen, die sie brauchen. Es wird Zeit für eine Pflegereform, die diesen Namen tatsächlich verdient.“