Statement vom 17.07.2019

Kordula Schulz-Asche zur heutigen Billigung des Gesetzentwurfs zur Masern-Impfpflicht

Zur heutigen Billigung des Gesetzentwurfs zur Masern-Impfpflicht im Kabinett erklärt Kordula Schulz-Asche, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit:

„Impfungen sind gelebte Solidarität. Masern und andere Infektionskrankheiten müssen endlich eliminiert werden. Wer geimpft ist, schützt sich und vor allem auch seine Mitmenschen und darum begrüße ich die Maßnahmen, die speziell für Kinder und ihre Betreuungseinrichtungen getroffen werden, um die Masernimpfquoten hier zu erhöhen.

Leider hat Jens Spahn mit seinem Gesetzentwurf für das eigentliche Problem keine zufriedenstellende Antwort: Bei Erwachsenen über 30 Jahren liegt die Impfquote teilweise unter 50 Prozent. Wie die zum Teil erschreckend geringen Impfquoten bei Erwachsen schnell und dauerhaft erhöht werden können, dafür hat Spahn keine Lösung. Hierfür müssen niedrigschwellige Angebote geschaffen werden, denn vor allem in ländlichen oder sozial benachteiligten Regionen sind diese Angebote nicht mehr ausreichend verfügbar. Außerdem muss der Öffentliche Gesundheitsdienst wieder ausgebaut werden, um Impfungen mit gezielten Aktionen auch in Betrieben, Einkaufszentren oder kommunalen Einrichtungen anbieten zu können."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher