Statement vom 04.11.2020

Lisa Badum zum Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen

Zum Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen erklärt Lisa Badum, Sprecherin für Klimapolitik:

"Das Pariser Klimaschutzabkommen verliert heute mit dem Austritt der USA einen enorm wichtigen Partner für den globalen Klimaschutz und den zweitgrößten Emittenten der Welt aus seinen Reihen. Das ist ein herber Verlust und Ergebnis einer von Nationalismus, Egoismus und Wissenschaftsleugnung getriebenen Politik unter Donald Trump, der die Erderhitzung weiterhin anzweifelt und den Austritt beschloss.

Wir bedauern den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen zutiefst. Dieser wird nun vollzogen, doch die Tür für die USA bleibt auf. Wenn das Land dem Abkommen wieder beitreten will und ein neues Klimaziel bestimmt, wird das UN-Klimasekretariat dem neuen US-Präsidenten den Wunsch nicht verweigern.

Es ist sonnenklar, dass die USA in keinem Fall am Klimaschutz vorbeikommen, wenn sie auf den Märkten von morgen noch eine Rolle spielen wollen. Einige US-Bundesstaaten haben sich bereits auf den Weg gemacht, die EU ist mit Ihrem Green Deal schon voraus gegangen. Denn der internationale Wettbewerb um die sauberen Technologien ist bereits in vollem Gange, wie auch die Absichtserklärungen von China, Japan oder Südkorea zur Treibhausgasneutralität aktuell eindrucksvoll zeigen.

Die Klimakrise ist größer als der oder die Einzelne, als Befindlichkeiten von Regierungsoberhäuptern, sie wird nur unter dem Dach der Weltgemeinschaft gemeinsam bekämpft. Unabhängig von den Entwicklungen der nächsten Zeit in den USA steht fest: Klimaschutz ist ein Menschenrecht und eine bewohnbare Erde für uns alle wichtiger als jeder Präsident es sein könnte."

 

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