Statement vom 28.06.2018

Lisa Badum zum IPCC-Leak

Zum geleakten Entwurf der Zusammenfassung des IPCC-Berichtes zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels von Paris kommentiert Lisa Badum, Sprecherin für Klimapolitik:

"Das vorliegende IPCC-Dokument zeigt: die Einhaltung des 1,5-Grad Ziels ist allein eine Frage des politischen Willens der verantwortlichen Staaten und Regierungen. Es gibt keinen Automatismus, dass die menschengemachte Klimakrise auch zur endgültigen Klimakatastrophe werden muss. Auch diese ist durch menschliches Handeln noch abwendbar. Allerdings müssen die hierfür notwendigen und lange bekannten Schritte sofort unternommen werden: Deutschland und die EU müssen sofort aufhören, Lobbyinteressen der veralteten Kohle- und Autoindustrie in der Klimapolitik nachzugeben. Es braucht endlich von allen Staaten ernsthafte Maßnahmen, um das Pariser Klimaziel zu erreichen. Die Bundesregierung muss sich darüber hinaus für den Erhalt unserer Wälder und die Renaturierung von Mooren einsetzen, anstatt immer weiter Flächen zu versiegeln. Dadurch kann schädliches CO2 gebunden und die Klimakrise abgemildert werden. Für die Biodiversität und die Klimakrise wäre das eine Win-Win-Situation. Diese nicht zu nutzen ist menscheitshistorisch fahrlässig."

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