Statement vom 20.05.2021

Lisa Paus zum Bericht des Sonderermittlers zur Arbeit von EY

Zum Bericht des Sonderermittlers Martin Wambach im Wirecard-Untersuchungsausschuss, der EY schwer belastet, erklärt Lisa Paus, Sprecherin für Finanzpolitik:

„Es ist erschreckend, was der Bericht des Ermittlungsbeauftragten im Fall EY alles zu Tage gefördert hat. Nach dem heutigen Tag ist kaum noch vorstellbar, dass die Gerichte bei EY am Ende keine grobe Fahrlässigkeit feststellen werden.

EY hat sich bis zuletzt vehement gegen eine öffentliche Befassung mit dem Bericht gesperrt und erklärt, dass alle dem Ausschuss zugeleiteten Unterlagen Geschäftsgeheimnisse seien. Deshalb konnte der Ausschuss aus rechtlichen Gründen den Bericht bisher nicht öffentlich diskutieren. EY blockiert nicht nur die Arbeit des Untersuchungsausschusses, sondern schädigt auch sein eigenes Ansehen. Wir werden uns nun als Ausschuss an den Ermittlungsrichter des BGH wenden, um eine Veröffentlichung des Berichts zu ermöglichen. Das Ziel ist, dass auch geschädigte Kleinaktionäre auf die Erkenntnisse des Berichts zugreifen können.“