Statement vom 31.07.2019

Manuel Sarrazin zur Polen-Reise des deutschen Außenministers zum Gedenken an den Warschauer Aufstand vor 75 Jahren

Anlässlich der Polen-Reise des deutschen Außenministers zum Gedenken an den Warschauer Aufstand vor 75 Jahren erklärt Manuel Sarrazin, Sprecher für Osteuropapolitik: 

„Es ist ein wichtiges Signal, dass Außenminister Maas heute zum Gedenken an den 75. Jahrestag des Beginns des Warschauer Aufstands nach Polen reist. Der Aufstand ist ein Symbol für den Widerstand gegen Nazideutschland und gleichzeitig für den Kampf sowie die Unabhängigkeit und Souveränität Polens. Deutschland hat allen Grund, Respekt vor den Aufständischen des Jahres 1944 und der Versöhnungsleistung Polens uns gegenüber zu haben. Das drückt der Besuch aus. Dazu gehört aber auch, die aktuellen Sorgen und Ängste vieler Menschen in Polen ernst zu nehmen, die sich nicht nur durch den Krieg Russlands in der Ukraine auch selbst bedroht fühlen, sondern sich zum Teil auch der deutschen Solidarität in dieser Frage nicht sicher sind. Projekte wie Nord Stream 2 unterminieren nicht nur den energiepolitischen Zusammenhalt in der EU, sondern säen auch Misstrauen bei einem unserer wichtigsten Nachbarn. Maas muss den Besuch vor dieser historischen Kulisse deshalb auch dazu nutzen, klarzustellen, dass die polnischen Sicherheitsinteressen elementarer Teil der deutschen Außenpolitik gegenüber Russland sind.“

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