Statement vom 16.01.2019

Margarete Bause zur Erhöhung der Mittel für humanitäre Hilfe

Zu den Planungen der EU-Kommission, die Mittel für humanitäre Hilfe zu erhöhen, erklärt Margarete Bause, Sprecherin für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe

Es ist sehr zu begrüßen, dass die EU für 2019 mehr Gelder für humanitäre Hilfe einplant. Dies ist auch notwendig in Anbetracht des stetig steigenden Bedarfs an humanitärer Hilfe weltweit. Gerade angesichts langanhaltender, multikausaler Konflikte ist es sinnvoll und absolut notwendig, dass ein fester Anteil davon in Bildungsprojekte fließt. Mehr Geld heißt aber nicht automatisch, dass auch mehr und effizientere Hilfe bei den Betroffenen ankommt. Was es braucht, ist eine bessere Verzahnung von Maßnahmen klassischer humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung. Eine effektive humanitäre Hilfe braucht Planbarkeit und Zuverlässigkeit. Sich dabei allein auf die großen Durchführungsorganisationen zu verlassen, wird der Situation vor Ort oft nicht gerecht. Das heißt, dass Mittel rein bedarfsorientiert und in hohem Anteil ungebunden vergeben werden müssen, was zu flexibleren Projekten führen würde. Gerade hier können lokale, oft besonders gut vernetzte zivilgesellschaftliche Durchführungsorganisationen einen wichtigen Beitrag leisten und sollten daher stärker gefördert werden.

 

Margarete Bause
Sprecherin für Menschenrechtspolitik Sprecherin für humanitäre Hilfe