Statement vom 20.11.2018

Margit Stumpp und Filiz Polat zum heute veröffentlichten Weltbildungsbericht der UNESCO

Zum heute veröffentlichten Weltbildungsbericht der UNESCO erklären Margit Stumpp und Filiz Polat:

Margit Stumpp, Sprecherin für Bildungspolitik:

„Der Bericht ist kein Grund, sich darauf auszuruhen, vielmehr müssen wir unsere Anstrengungen für Integration und Bildungserfolg intensivieren: Der Spracherwerb „Deutsch als Zweitsprache“ wird von den meisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in regulären Klassen bevorzugt. Denn die Trennung steht dem Integrationsanspruch entgegen und den Lernerfolg in Frage. Die Praxis ist in den Bundesländern zwar sehr unterschiedlich, aber oftmals den fehlenden Ressourcen geschuldet. Die Bundesregierung muss ihre Anstrengungen für Integration und Bildungserfolg intensivieren: Das Unterrichten in Sonderklassen muss beendet, die Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse muss verbessert und dem Fachkräftemangel in allen pädagogischen Berufen muss auf allen Ebene entschieden begegnet werden."

Filiz Polat, Sprecherin für Migrationspolitik:

„Für viele geflüchtete Kinder, Jugendliche und Heranwachsende herrscht Lageralltag statt Schulalltag. Mit den Verschärfungen im Asylrecht der letzten Monate wird diesen Kindern und Jugendlichen der Zugang zur Schule verwehrt. Wir fordern Schule für alle ohne Ausnahmen. Der Zugang zu Bildungsangeboten muss passend zum Bildungsstand der Kinder und Jugendlichen gewährleistet werden. Das Recht auf Schule muss uneingeschränkt auch für Flüchtlingskinder gelten. Bildung ist ein Menschenrecht.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Filiz Polat

Sprecherin für Migrations- und Integrationspolitik

Margit Stumpp

Sprecherin für Bildungspolitik Sprecherin für Medienpolitik