Statement vom 06.09.2019

Margit Stumpp zur heutigen Vertragsunterzeichnung zwischen Bund und Mobilfunkunternehmen

Zur heutigen Vertragsunterzeichnung zwischen Bund und Mobilfunkunternehmen erklärt Margit Stumpp, Sprecherin für Medienpolitik:

„Die rechtliche Bindung ist ein notwendiger und längst überfälliger Schritt, damit die Versprechen von Deutscher Telekom, Vodafone und co. nicht folgenlos verpuffen. Die vom Bund dafür ermöglichte Streckung der Zahlungspflichten ist vertretbar. Bevor die Mobilfunkkonzerne allerdings neue Ausbauverpflichtungen eingehen, sollten sie sicherstellen, dass die Vergabebedingungen aus der letzten Frequenzversteigerung erfüllt werden - nämlich bis Ende des Jahres bundesweit 98 Prozent und landesweit 97 Prozent der Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s schnellem mobilen Internet zu versorgen. Es ist stark zu bezweifeln, dass alle Mobilfunkunternehmen diese Auflage erfüllen werden.

Das seit Monaten hoch angepriesene Gesamtkonzept Mobilfunk der Bundesregierung lässt zudem weiter auf sich warten. Es fehlt nach wie vor an einer durchdachten Strategie, wie die digitale Infrastruktur in Deutschland zukunftsfähig gestaltet werden kann. Zwingende Voraussetzung ist dabei, dass Breitband- und Mobilfunkausbau endlich zusammen gedacht werden.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Margit Stumpp
Sprecherin für Bildungspolitik Sprecherin für Medienpolitik