Statement vom 28.11.2018

Markus Kurth zum Dritten Bericht der Bundesregierung/Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre

Zum heute veröffentlichten Dritten Bericht der Bundesregierung zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre äußert sich Markus Kurth, Sprecher für Rentenpolitik:

„Hinter der Kulisse der steigenden Erwerbstätigkeit Älterer sieht es alles andere als rosig aus: Der Anteil der prekären Beschäftigung ist unter älteren Erwerbstätigen nach wie vor viel zu hoch. Der Lackmustest für die Rente mit 67 ist aber, ob es gelingt, möglichst viele ältere Menschen in eine wenigstens vollzeitnahe und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen. Immer noch mehr als jede und jeder Vierte aller Beschäftigten zwischen 60 und 65 ist atypisch angestellt, also etwa in Zeitarbeit oder in einem 450-Euro-Job tätig. Und mehr als 1,3 Millionen Männer und Frauen über 55 Jahren arbeiten nur in Teilzeit. Diese Menschen kommen mit der Anhebung des Renteneintrittsalters nicht mit. Für viele von ihnen droht sie schlicht zu einer Rentenkürzung zu werden. Die Bundesregierung hat hier noch eine Menge Arbeit vor sich. Ein erster Schritt wäre es, endlich auch die besonders schwierige Situation der besonderen Berufsgruppen in den Blick zu nehmen, bei denen das Erwerbsaustrittsalter regelmäßig weit vor dem Renteneintrittsalter liegt. Diese Perspektive fehlt im heute vorgelegten Bericht erneut völlig.“

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