Statement vom 05.09.2020

Markus Tressel zur Forderung nach ausdifferenzierten Reisewarnungen

Zur Forderung nach differenzierten Reisewarnungen durch das Auswärtige Amt erklärt Markus Tressel, tourismuspolitischer Sprecher: 

„Es wäre bei der Beurteilung von Destinationen wichtig, eine breitestmögliche Grundlage und Differenzierung zu schaffen. Eine Reisewarnung lediglich auf Basis eines Indikators wie der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern wird der tatsächlichen Situation vor Ort oft nur eingeschränkt gerecht.

Um der Verunsicherung von Reisenden vorzubeugen, brauchen wir Transparenz und eine Kommunikationsoffensive des Auswärtigen Amtes. Vor allem eine möglichst individuelle und detaillierte Einschätzung einzelner Reiseländer kann dabei helfen, dass Reisende eine verantwortliche Entscheidung treffen können. Um eine breite Basis zu schaffen, muss sich die Bundesregierung im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft für ein einheitliches und mehrdimensionales Indikatorenset zur Einstufung von Destinationen in Europa einsetzen. Das sollte schnell vereinbart und umgesetzt werden, damit Reisende und Tourismuswirtschaft mehr Sicherheit bekommen.“

Markus Tressel
Sprecher für Ländliche Räume und Regionalpolitik Sprecher für Tourismuspolitik