Statement vom 13.05.2020

Matthias Gastel und Stefan Gelbhaar zum massiven Einbruch der Fahrgastzahlen in den Bahnen und im Nahverkehr in Deutschland

Zum massiven Einbruch der Fahrgastzahlen in den Bahnen und im Nahverkehr in Deutschland erklären Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik, und Stefan Gelbhaar, Sprecher für städtische Mobilität:

„Durch die Corona-Krise geraten zahlreiche Bahn- und Nahverkehrsunternehmen in akute Gefahr. Trotz massiver Fahrgasteinbußen und Einnahmeneinbrüche sind die Bahnen und Busse gefahren. Es ist Zeit, dass sich Verkehrsminister Scheuer bewegt und dafür sorgt, dass die Defizite nicht bei den Bahn- und Busunternehmen hängen bleiben.

Die Länder und Kommunen wie auch die Beschäftigten in der Bahn- und Nahverkehrsbranche haben in einer gemeinsamen Kraftanstrengung dafür gesorgt, dass Busse und Bahnen auch in der Krise gefahren sind. Es wäre dramatisch, wenn zahlreiche Nahverkehrsunternehmen infolge der Corona-Krise zum Insolvenzverwalter gehen müssen. Es darf deshalb kein exklusives Rettungspaket für die Deutsche Bahn geben. Sie dürfen jetzt nicht die Leidtragenden der Corona-Krise sein. Es braucht einen Rettungsschirm für den gesamten Öffentlichen Verkehr.

Verkehrsminister Scheuer ist in der Pflicht, sich für die Rettung der Unternehmen im gesamten ÖPNV stark zu machen und einen Rettungsschirm von Bund und Ländern auf den Weg zu bringen.

Für den Weg aus der Krise brauchen wir eine starke Kampagne für den Öffentlichen Verkehr. Nur so wird der Bahn- und Busverkehr stabilisiert und fit für die Zukunft gemacht.