Statement vom 13.03.2020

Matthias Gastel zu Scheuer/Lutz Corona

Zur heutigen Pressekonferenz von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Bahn AG, Dr. Richard Lutz, erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik:

"Mit ihrem Vorgehen wird die Deutsche Bahn dem Ernst der Lage gerecht. Die Ausweitung der Kulanzregeln bei nicht stornierbaren Fernverkehrstickets bis Ende April ist ein notwendiger Schritt zur Entspannung der Lage. Es ist zu hoffen, dass mit dieser Regelung im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland verzichtbare Fahrten abgesagt werden. Der Umtausch in Gutscheine ist für die Fahrgäste nicht optimal, angesichts der absehbaren wirtschaftlichen Schäden und des hohen bürokratischen Aufwandes jedoch vertretbar.

Die Ankündigung von DB-Chef Lutz, die Bahnangebote weiter aufrechtzuerhalten, ist richtig. So bleibt gewährleistet, dass Beschäftigte in Branchen von zentraler Bedeutung zu ihrem Arbeitsplatz kommen. Es ist gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern, mit der Transportbranche sicherzustellen, dass die Beschäftigten etwa in der Medizin, Pharmazie, Lebensmittelversorgung und Sicherheit an ihren Arbeitsplatz kommen. Zugleich ist es erforderlich, dass in den Zügen die Hygiene verbessert wird, und es ist sinnvoll, dass Fernzüge aus Risikogebieten wie Norditalien nicht nach Deutschland fortgeführt werden.

Die Ankündigung der Deutschen Bahn, Güterlieferungen mit weniger Wagen als für einen wirtschaftlichen Transport notwendig zu ermöglichen, ist angesichts der Lage sinnvoll und folgerichtig. Die Deutsche Bahn leistet damit einen Beitrag zur Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft mit lebensnotwendigen Gütern. Die Deutsche Bahn wird ihrer Verantwortung in der aktuellen Lage, die weit über ihre eigene unternehmerische Verantwortung hinaus geht, gerecht."

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