Statement vom 15.09.2021

Matthias Gastel zur Bekanntgabe der Bahnhöfe des Jahres durch die Allianz pro Schiene

Zur Bekanntgabe der Bahnhöfe des Jahres durch die Allianz pro Schiene erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik:

„Verkehrsminister Scheuer lässt die Bahnhöfe in Deutschland in großen Teilen einfach verfallen. Die alljährliche Auszeichnung ‚Bahnhof des Jahres‘ durch die Allianz pro Schiene legt schonungslos offen, wie groß der Investitionsstau bei Bahnhöfen mittlerweile ist. Denn zu viele Bahnhöfe warten seit langer Zeit auf eine umfassende Modernisierung. Die Auszeichnung macht aber auch die hohe Bedeutung deutlich, die attraktive Bahnhöfe und Mobilitätsstationen für die Verkehrswende haben. Bahnhöfe sind Schnittstellen zwischen Bus, Bahn, Rad, Sharing und Auto und damit die Visitenkarte für die Mobilität der Zukunft sowie für Städte und Gemeinden.

Wir wollen mit einem umfassenden Modernisierungsprogramm für alle 5.700 Bahnhöfe die Mobilitätsangebote und die Aufenthaltsqualität für Reisende systematisch verbessern. Bahnhöfe müssen wieder Orte werden, an denen sich Reisende gerne aufhalten und öfter Bus, Bahn und weitere Mobilitätsangebote nutzen. Dazu wollen wir jedes Jahr zusätzlich mindestens 150 Millionen Euro für die Sanierung und Wiederbelebung von Empfangsgebäuden, den Bau von Fahrrad- und Mobilitätsstationen und einem attraktiven Umfeld einsetzen.

Zahlreiche Bahnhofsgebäude in Deutschland sind teils seit Jahrzehnten ungenutzt und dämmern als Ruinen vor sich hin. Die zusätzlichen Mittel müssen allen Akteuren zur Verfügung stehen, die sich für attraktive Bahnhöfe einsetzen, ob DB-Töchter, Kommunen, Vereine oder private Investoren."