Statement vom 18.06.2021

Matthias Gastel zur Studie der Deutschen Bahn zu den Folgen des Klimawandels

Zu der von der Deutschen Bahn beauftragten Studie über die Folgen des Klimawandels erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik:

„Die Deutsche Bahn muss sich besser für die Folgen der Klimakrise wappnen. Pannen an Hitzetagen und bei Starkregenereignissen dürfen nicht zur Regel werden. Züge sollten deshalb bei Inspektionen künftig noch genauer unter die Lupe genommen werden. Nur eine topgewartete ICE-Flotte mit funktionsfähigen und belastbaren Klimaanlagen ist gegen länger andauernde Hitzewellen gewappnet. Bei künftigen Fahrzeugbeschaffungen sollte zudem gerade bei der Klimatisierung großer Wert auf die mehrfache Redundanz der technischen Systeme gelegt werden.

Auch die Eisenbahninfrastruktur lässt sich mit einer vorausschauenden Wartung und Instandhaltung auf die Folgen von gehäuft auftretenden Wetterextremen vorbereiten. Der DB-Konzern muss vor allem die so genannte Vegetationskontrolle entlang von Eisenbahnstrecken wieder intensivieren. Den für einen sicheren Betrieb unabdingbar notwendigen Freischnitt von Bahnanlagen hat die Deutsche Bahn in der Vergangenheit unter dem Spardiktat sträflich vernachlässigt. Auch hier brauchen wir einen vorausschauenden Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern, damit Extremereignisse erst gar keine Störungen auslösen können. Allerdings darf der künftig erwartbare Rückgang von Eistagen nicht zu falschen Rückschlüssen führen. Der zehntägige Wintereinbruch im Februar hat deutlich gezeigt, dass die DB auch für durchschnittlich milde Winter einen schlagkräftigen Winterdienst braucht.“