Statement vom 06.12.2019

Monika Lazar zu Fußball-Störern

Zu den Beschlüssen der Innenministerkonferenz zu Strafverschärfungen für Fußball-Störer erklärt Monika Lazar, Sprecherin für Sportpolitik:

„Obwohl hinlänglich bekannt ist, dass Strafverschärfungen nicht zu einer höheren Abschreckungswirkung führen, diskutierten die Innenminister wieder einmal völlig überzogene Maßnahmen gegen Fußballfans. Dabei reichen die bisherigen Regelungen vollkommen aus, um gegen verbotene Pyrotechnik vorzugehen. Auch der aktuelle Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze zeigt, dass deutsche Stadien sicher sind. Dass die Innenminister nun teilweise Fahrverbote für Straftäter bei Sportveranstaltungen fordern, ist nicht nur absurd, sondern eine nicht zu rechtfertigende Ungleichbehandlung, die rechtstaatliche Prinzipien untergräbt.

Statt populistischer Law-and-Order-Politik mit immer neuen Strafverschärfungen brauchen wir eine evidenzbasierte Innenpolitik. Die Innenminister hätten sich lieber von gut funktionierenden Dialogformaten, wie den „Stadionallianzen“ in Baden-Württemberg oder Modellprojekten zum alternativen Umgang mit Pyrotechnik im Ausland etwas abschauen sollen.

Zu begrüßen ist, dass die Innenminister sich mit der Zunahme von Angriffen auf Schiedsrichter im Amateurfußball befassen. Hier gilt es, zusammen mit den Fußballverbänden Lösungen für dieses drängende Problem zu finden. Gewalt gegen Schiedsrichter ist durch nichts zu rechtfertigen.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Monika Lazar
Sprecherin für Sportpolitik Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus