Statement vom 26.05.2021

Oliver Krischer zum Urteil gegen Shell

Zum Urteil gegen den Shell-Konzern, wonach dieser seinen CO2-Ausstoß senken muss, erklärt Oliver Krischer, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender:

„Das Urteil ist ein Hammer und dürfte auch große Signalwirkung für Deutschland haben. Es ist vergleichbar mit dem kürzlich gefällten Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, nur, dass diesmal nicht eine Regierung, sondern ein Konzern zum Umsteuern verpflichtet wird. Die Gerichte zwingen mit ihren Entscheidungen die trägen Regierungen in Sachen Klimaschutz immer mehr zum Handeln.

Das Verursacherprinzip bei der Klimakrise ist jetzt erstmals strikt angewandt worden. Das ist enorm wichtig und wird viele Firmen in ganz Europa unter Druck setzen, die ihr Geld rund um die fossilen Brennstoffe Öl und Kohle verdienen.

Nach dem Urteil muss es jetzt darum gehen, dass nicht nur Shell in die Verantwortung genommen wird, sondern dass das Verursacherprinzip auch auf andere ähnliche Konzerne ausgedehnt wird. Diese Transformationsaufgabe muss europäisch geregelt werden.“