Statement vom 22.10.2019

Omid Nouripour zu den Protesten in Chile

Zu den Protesten in Chile erklärt Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik:

„Wenn sich Chile, das wohlhabendste Land Lateinamerikas, plötzlich in derartig gewaltigen Auseinandersetzungen mit der eigenen Bevölkerung wiederfindet, ist offensichtlich, dass die Ursachen dafür weit über die Erhöhung von Metro-Fahrpreisen hinausgehen. Die Menschen sind unzufrieden über niedrige Renten, die Privatisierung von Wasser, den Anstieg der Strompreise und den Zugang zu Bildung und Gesundheitssystem. Es ist die Aufgabe des chilenischen Präsidenten, diese Probleme zu adressieren, anstatt mit unbedachter Kriegsrhetorik die Gemüter noch weiter zu erhitzen. Chile ist eine lebhafte und solide Demokratie, die institutionell und gesellschaftlich durchaus in der Lage sein wird, sich einer Problemlösung zu widmen. Die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft müssen ein sofortiges Ende der Gewalt fordern und sich für einen gesamtgesellschaftlichen Dialog einsetzen.“

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