Statement vom 23.01.2021

Ottmar v. Holtz, Margit Stumpp zum Internationalen Tag der Bildung

Zum Internationalen Tag der Bildung am 24. Januar erklären Ottmar von Holtz, Obmann im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und Margit Stumpp, Sprecherin für Bildungspolitik:

Ottmar von Holtz, Obmann im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:
„Schülerinnen und Schüler auf der ganzen Welt waren und sind von den pandemiebedingten Schulschließungen betroffen. Eine Rückkehr zum Regelunterricht ist noch nicht absehbar. Für viele Kinder gibt es keine Möglichkeiten für Distanzunterricht, wodurch vor allem in Ländern mit unzureichender Digitalisierung ein immenser Lernverlust entsteht. Die Industrieländer dürfen diesen Bildungsnotstand nicht einfach so hinnehmen und sollten die Regierungen der Länder des Globalen Südens bei den ,Zurück in die Schule‘-Kampagnen unterstützen. Mädchen, geflüchteten Kindern in Krisengebieten, Kindern mit Behinderungen und Kinder aus Haushalten und Ländern mit niedrigem Einkommen bleibt der Weg zurück in die Schulen häufig verwehrt. Außerdem fehlt vielen Kindern die tägliche Schulspeisung und Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen. Dies sollte die Bundesregierung kurzfristig im Rahmen der humanitären Hilfe für besonders vulnerable Kinder zur Verfügung stellen.“

Margit Stumpp, Sprecherin für Bildungspolitik:
„In Deutschland darf es bei der Digitalisierung von Schulen nicht bei Lippenbekenntnissen und symbolischen Aktionen bleiben. Überlastete Server, überforderte Eltern und Lehrkräfte: Unsere Schulen sind seit Jahren unterfinanziert und viel zu wenig auf die Digitalisierung ausgerichtet. Wir brauchen endlich eine Basisdigitalisierung der Schulen und jede Schule braucht eine Strategie und Unterstützung, wie Lernrückstände kurz- und mittelfristig auszugleichen sind. Die Pandemie darf nicht weiter zur Bildungskrise werden.“

Foto von Margit Stumpp MdB
Margit Stumpp
Sprecherin für Bildungspolitik Sprecherin für Medienpolitik