Statement vom 20.11.2018

Ottmar von Holtz zu Bildungsprojekten in Entwicklungspolitik

Zur aktuellen Ankündigung von Minister Müller, in der Entwicklungshilfe stärker auf Bildung zu setzen, erklärt Ottmar von Holtz, Obmann im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

„Für weltweite Bildung braucht es nachhaltiges Engagement und keine medialen Knalleffekte. Das Ministerium gibt etwa an, mehr für die Bildung von Kindern in Krisensituationen leisten zu wollen. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich seine Initiative als heiße Luft. Denn faktisch wird der Betrag zum Fonds im diesjährigen Haushalt um eine Million Euro gesenkt und beläuft sich auf 15 Millionen Euro. Die wohlklingende Zahl von 31 Millionen ergibt sich erst, wenn man die Investitionen vom vorherigen Jahr addiert. Die Bundesregierung muss sich zudem stärker in ihrer Förderpolitik auf die Grundbildung fokussieren. Wünschenswert wäre eine Initiative, die Grund- und Ausbildung gleichermaßen fördert. Denn nur, wer Lesen, Schreiben und Rechnen kann, wird erfolgreich eine Ausbildung abschließen können, um sein Leben selbstständig zu gestalten. Das zentrale Prinzip der Nachhaltigkeits-Agenda der UNO - Niemanden zurücklassen! - löst man durch langfristigen Einsatz ein und nicht durch mediale Knalleffekte.“

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