Statement vom 08.06.2018

Ottmar von Holtz zu "Mädchenbildung in Konflikten"/G7

Zum bevorstehenden G7-Gipfel und der von Kanada angeregten Schwerpunktsetzung "Mädchenbildung in Konflikten" erklärt Ottmar von Holtz, Sprecher für Zivile Krisenprävention:

"Die Bundesregierung sollte die Initiative Kanadas für eine G7-Sonderdeklaration zu "Mädchenbildung in Konflikten" vollumfänglich unterstützen. In vielen Konfliktregionen der Welt sind Mädchen und Frauen besonders betroffen und häufig nicht ausreichend vor sexualisierter Gewalt, Hunger und Vertreibung geschützt.

Zudem sind Bildungsprogramme in Zeiten von Krisen oft die ersten, die ausgesetzt und die letzten, die wieder aufgenommen werden. Bislang sind Bildungsinitiativen in Krisenkontexten chronisch unterfinanziert, so dass häufig - wenn überhaupt - vorrangig die Jungen in die provisorischen Schulen gehen.

Deutschland sollte eine Vorreiterrolle in der Zivilen Krisenprävention und Konfliktbearbeitung einnehmen und bereits bei Kindern dafür sorgen, dass Armut als eine der Hauptkonfliktursachen endlich mit Bildung beseitigt wird. Bildung ist ein Grundrecht - und die G7-Staaten haben es in der Hand, dieses Grundrecht für benachteiligte Kinder zu ermöglichen." 

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