Statement vom 23.05.2019

Ottmar von Holtz zur Weltgesundheitsversammlung/Transparenz von Forschungskosten und Medikamentenpreisen

Zur Weltgesundheitsversammlung (WHA) und der Blockade der Bundesregierung bei den Verhandlungen um die Resolution zur Transparenz von Forschungskosten und Medikamentenpreisen erklärt Ottmar von Holtz, Mitglied im Unterausschuss für Globale Gesundheit:

"Bei der Weltgesundheitsversammlung (WHA) in Genf bemüht sich die Staatengemeinschaft zur Stunde um eine Resolution, die mehr Transparenz darüber bringen soll, wer für Forschungsprojekte im Gesundheitsbereich bezahlt und wie sich Medikamentenpreise zusammensetzen. Ausgerechnet die Bundesregierung blockiert diese Verhandlungen. Damit schützt sie die Profitinteressen der Industrie, anstatt sich für den bezahlbaren Zugang zu Medikamenten einzusetzen. Auch verschiedene Nichtregierungsorganisationen haben in einem eindringlichen Appell an Gesundheitsminister Spahn ein Ende der Blockade der Bundesregierung gefordert.

Das Vorgehen der Bundesregierung in Genf zeigt, wie unehrlich sie agiert: Auf der einen Seite präsentiert sie sich als Champion für Globale Gesundheit und auf der anderen Seite fördert sie ein System, welches über Patent-Monopole und exorbitante Preise Menschen vor allem im globalen Süden den Zugang zu einer notwendigen Behandlung verwehrt."

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