Statement vom 06.05.2021

Renate Künast zur Zurücknahme der EU-Zulassung von Titandioxid

Zur Forderung von Bundesministerin Julia Klöckner, die EU-Zulassung von Titandioxid zurückzunehmen, erklärt Renate Künast, Sprecherin für Ernährungspolitik:

„Statt auf die Entscheidung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zu warten, hätte Bundesministerin Klöckner lieber selber tätig werden sollen. In Frankreich darf Titandioxid als Lebensmittelzusatzstoff E171 schon seit 2020 nicht mehr in Lebensmitteln verwendet werden. Denn die französische Agentur für Lebensmittelsicherheit stellte fest, dass es an wissenschaftlichen Daten für die Unbedenklichkeit von Titandioxid mangele.

Auch in Deutschland hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung im Mai 2020 die Studien zu Titandioxid neu bewertet: Zwar sei der Verzehr von E171 nicht grundsätzlich gesundheitsschädlich laut Grundlage aktueller Daten. Aber wie viel man täglich davon zu sich nehmen darf, sei noch ungeklärt. Wenn derartige Forschungslücken bestehen, brauchen wir im Sinne des vorsorgenden Gesundheitsschutzes nationale Regelungen und Verbote. Hier hat die Ministerin versagt.“

Renate Künast MdB
Renate Künast
Sprecherin für Ernährungspolitik Sprecherin für Tierschutzpolitik