Statement vom 23.04.2020

Schauws und Lehmann zum Diskriminierungsschutz

Zur heutigen Entscheidung des EuGH zum Diskriminierungsschutz im Arbeitsrecht erklären Ulle Schauws und Sven Lehmann, Sprecher*innen für Queerpolitik:

"Mit der heutigen Entscheidung hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) den Diskriminierungsschutz in der Europäischen Union in einer bedeutenden Weise gestärkt. Homofeindliche Äußerungen stellen laut EuGH eine Diskriminierung im Arbeitsrecht dar, wenn sie von einer Person getätigt werden, die einen entscheidenden Einfluss auf die Einstellungspolitik eines Arbeitgebers hat. Im konkreten Fall ging es um einen italienischen Rechtsanwalt, der in einer Radiosendung erklärt hatte, dass er keine Homosexuellen in seiner Kanzlei einstelle und Schadenersatz zahlen musste. Mit dieser Entscheidung sind nun europäische Homophobe gewarnt: Menschenfeindlichkeit kann teuer sein. Und das ist auch gut so."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

 

Ulle Schauws
Sprecherin für Frauenpolitik Sprecherin für Queerpolitik
Sven Lehmann
Sprecher für Queerpolitik | Sprecher für Sozialpolitik Koordinator Gewerkschafts- und Sozialbeirat