Statement vom 27.09.2019

Omid Nouripour zur humanitären Hilfe für Jemen

Zur Ankündigung der Bundesregierung, die humanitäre Hilfe für Jemen um zehn Millionen Euro aufzustocken, erklärt Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik:

„Angesichts der 4,2 Milliarden US-Dollar, die 2019 für die drängendsten humanitären Probleme im Jemen benötigt werden, sind die angekündigten zehn Millionen Euro ein Armutszeugnis. Wenn man - wie Heiko Maas es getan hat - Jemen zum Schwerpunktthema der deutschen Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat erklärt, sollte man zumindest ein klein wenig Glaubwürdigkeit wahren. Dass die Bundesregierung stattdessen Saudi-Arabien in der maritimen Grenzüberwachung trainiert, ist geradezu absurd, wenn man bedenkt, dass die Saudis über ihre Seeblockade maßgeblich für die verheerende humanitäre Situation im Jemen mitverantwortlich sind.“

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