Statement vom 13.02.2020

Kai Gehring zum Bericht „Krieg gegen Kinder“ der Hilfsorganisation Save the Children

Zum Bericht „Krieg gegen Kinder“ der Hilfsorganisation Save the Children erklärt Kai Gehring, Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe:

„Niemand kann es gleichgültig sein, dass jedes sechste Kind weltweit in einem Konflikt- oder Kriegsgebiet aufwächst - und damit oftmals in Lebensgefahr und mit schlimmsten Kinderrechtsverletzungen. Kinder zur Zielscheibe in Kriegen zu machen ist ein schwerer Verstoß gegen die Menschlichkeit.

Deutschland und die Staatengemeinschaft müssen die humanitäre Hilfe und den Schutz für diese Kinder deutlich verstärken und zur Schaffung sicherer Räume für bedrohte und geflüchtete Kinder beitragen. Dazu gehören die konsequente Umsetzung der „Safe-School-Declaration“, eine adäquate Gesundheitsversorgung und die kindgerechte Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge.

Viele der bedrohten Kinder leben in Ländern wie dem Jemen, wo Kriegsparteien wie Saudi-Arabien auch Rüstungsgüter aus Deutschland einsetzen. Eine restriktive Rüstungsexportpolitik würde deshalb auch dem Schutz der Kinder dienen. Der „Red Hand Day“ am Mittwoch hat unterstrichen, dass Kinder nicht als Soldaten und Soldatinnen missbraucht werden dürfen - Waffen gehören nicht in Kinderhände.

Jungen und Mädchen sind von verschiedenen Formen von Gewalt betroffen. Straflosigkeit für die Täter darf es nicht geben. Dazu muss auch die internationale Strafgerichtsbarkeit gestärkt werden.“

 

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Kai Gehring
Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule