Statement vom 30.07.2019

Steffi Lemke und Margarete Bause zur Bedrohung und Ermordung von Umweltschützerinnen und Umweltschützern

Zum Bericht "Enemies of the State?" der Organisation Global Witness, der die Bedrohung und Ermordung von Umweltschützerinnen und Umweltschützern im Jahr 2018 beschreibt, erklären Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin und Margarete Bause, Sprecherin für Menschenrechtspolitik:

„Wir dürfen nicht zulassen, dass der Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz für immer mehr Aktivistinnen und Aktivisten zum tödlichen Risiko wird. Dass Menschen, die sich gegen den Raubbau an der Natur, gegen Umweltschäden beim Bergbau oder Waldrodungen für Palmölplantagen engagieren, kriminalisiert, inhaftiert oder gar ermordet werden, ist absolut inakzeptabel.

Allein auf den Philippinen wurden im Jahr 2018 mindestens 30 Umweltaktivisten getötet. Neben Guatemala sind die Philippinen damit das tödlichste Land für Umweltschützer. Zu den Tätern zählen nicht-staatliche Akteure und Auftragskiller ebenso wie staatliche Kräfte.

Diese Entwicklung ist schockierend und erfordert konsequentes Handeln. Die Bundesregierung und die Europäische Union müssen sicherstellen, dass importierte Produkte nicht auf der Verletzung von Menschen- und Landrechten fußen. Der Schutz von Umwelt und Natur muss endlich prioritär behandelt werden. Deutsche und europäische Unternehmen, die im Ausland produzieren, müssen ihrer Sorgfaltspflicht vollumfänglich nachkommen. Ebenso muss sich die Bundesregierung mit Nachdruck für den Schutz von Menschenrechts- und Umweltverteidigern einsetzen. Dazu sollte sie Anlaufstellen und Schutzräume an den deutschen Botschaften ausbauen."

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

 

Steffi Lemke
Parlamentarische Geschäftsführerin Sprecherin für Naturschutzpolitik
Margarete Bause
Sprecherin für Menschenrechtspolitik Sprecherin für humanitäre Hilfe